Alt bekannter Stoff, neu aufgesetzt: Die Geschichte hinter Cannabidiol

Alt bekannter Stoff, neu aufgesetzt: Die Geschichte hinter Cannabidiol

November 04, 2019

Cannabidiol stammt, wie man vom Namen her vermuten kann, aus der Cannabis-Pflanze, auch bekannt als Hanf. In ihr stecken über 400 verschiedene Wirkstoffe, davon 113 bekannte Cannabinoide. Die wohl bekanntesten davon sind CBD sowie das psychoaktive THC (Delta-9-Tetrahydrocannabinol). Sie beide gehören zu der Untergruppe der Cannabigerole, neben denen es noch die Cannabinole gibt. Während die Blüten bestimmter Sorten aufgrund ihres natürlichen THC-Gehalt als illegales Rauschmittel beliebt sind, wird die Hanfpflanze an sich schon seit Urzeiten auch als Nutzpflanze kultiviert. Man gewinnt daraus Fasern, die zu Papier, Stoffen oder Dämm-Mitteln verarbeitet werden.

Das Rauchen von Cannabisblüten, umgangssprachlich auch als "Kiffen" bezeichnet, wurde schon vor Tausenden von Jahren zur Linderung vieler Beschwerden, wie Schmerzen verwendet, ohne dass dabei der Rauschzustand im Vordergrund stand. Für eine natürliche Pflanze ist die zu verabreichende Menge, um einen Effekt wahrzunehmen, außerordentlich gering. Jene Sorten, die aufgrund ihrer berauschenden Wirkung verwendet werden, sind speziell auf den THC-Gehalt gezüchtet. Die meisten anderen Sorten enthalten dagegen nur einen Bruchteil der Menge in ihren Blüten.

Man fand heraus, dass die unterschiedlichen Cannabinoide für das Wirkspektrum verantwortlich sind und sich dabei teilweise sogar überschneiden. Das Cannabinoid mit den meisten positiven Eigenschaften ist jedoch das Cannabidiol. Einige dieser Eigenschaften teilt es mit dem THC, jedoch bietet CBD den Vorteil, dass es keine Nebenwirkungen hat oder nur sehr schwach psychoaktiv, also berauschend wirkt.

Die Cannabinoide in der Cannabispflanze werden seit den 1940er Jahren studiert, wobei man etwa 20 Jahre später die Cannabinoidrezeptoren entdeckte und die Strukturformeln von THC und CBD entschlüsseln konnte [1, 2]. Im Jahre 1992 entdeckte man zusätzlich, dass es auch körpereigene Stoffe gibt, die diese Rezeptoren aktivieren.

Die Popularität von CBD explodierte in den 2000er Jahren, nachdem Eltern in den USA damit begannen, an ihren Kindern damit als Behandlungsalternative gegen epileptische Anfälle zu “experimentieren”, bei denen herkömmliche Medikamente als wirkungslos erschienen. Besonders im Vordergrund stand dabei die seltene Form des sogenannten Dravet Syndrom [3].

Da CBD nicht als psychoaktiv gilt, sind entsprechende Produkte in Deutschland legal. Es fällt demnach nicht unter das Betäubungsmittelgesetz. CBD-Produkte dürfen allerdings nur einen gewissen Schwellenwert an THC aufweisen. Dieser liegt bei 0,0005 Prozent. Es darf weiterhin nur als Nahrungsergänzungsmittel oder Bestandteil von Kosmetik-Produkten verkauft werden. Wird das Produkt als Heil- oder Arzneimittel mit dem Hinweis auf spezielle Wirkungen verkauft, gilt es damit als illegal.

      1. Loewe, S. "Studies on the pharmacology and acute toxicity of compounds with marihuana activity." Journal of Pharmacology and Experimental Therapeutics 88.2 (1946): 154-161.
      2. Howlett, A. C., et al. "International Union of Pharmacology. XXVII. Classification of cannabinoid receptors." Pharmacological reviews 54.2 (2002): 161-202.
      3. Devinsky, Orrin, et al. "Trial of cannabidiol for drug-resistant seizures in the Dravet syndrome." New England Journal of Medicine 376.21 (2017): 2011-2020.



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