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CBD und Autismus

CBD und Autismus

Juni 23, 2020

Studien auf der ganzen Welt zeigen, dass das Auftreten von Autismus bei Kindern in den vergangenen Jahrzehnten stark angestiegen ist [1, 2]. Dies mag zum einen die Folge einer verbesserten Diagnostik und einem besseren Wissensstand unter Ärzten und Eltern sein, zum anderen vermutlich aber auch ein Resultat aus unserer heutigen Umwelt. Zwar spielen genetische Komponenten ebenfalls eine wichtige Rolle, doch scheint besonders die Belastung der Mutter mit Alkohol, Tabak, aber auch Pestiziden, Weichmachern, Stress und anderen Dingen in der Schwangerschaft nicht unerheblich zu sein. Bisher gibt es keine spezifische und einheitliche Behandlung, doch meistens werden eine Verhaltenstherapie und teilweise auch Medikamente mit starken Nebenwirkungen verwendet. Doch was ist Autismus überhaupt und wie könnte CBD in Zukunft bei der Behandlung helfen?

Was ist Autismus?

Ohne an dieser Stelle zu tief ins Detail zu gehen, ist Autismus (oder auch die Autismus-Spektrum-Störung) eine Störung in der Entwicklung des Kindes, die sich vor allem in Schwierigkeiten in der Kommunikation, Empathievermögen und Sozialisierung manifestiert. Wiederholendes und eingeschränktes Verhalten gehören ebenso zu den häufig auftretenden Symptomen. Manche Kinder zeigen aber auch überragende Fähigkeiten in ihrer Wahrnehmung und Aufmerksamkeit.

Wie kann CBD bei Autismus helfen?

Bis vor wenigen Jahren galt Cannabis und damit auch CBD in den meisten Ländern der Welt als illegale Droge. Weiterhin wurde die Erforschung von medizinischem Cannabis lange Zeit nicht besonders stark gefördert. Dies änderte sich jedoch und zunächst begann man damit, den Effekt von CBD auf Epilepsie zu untersuchen. Schnell erkannte man Parallelen zwischen Epilepsie und Autismus, da Beobachtungen zeigten, dass CBD gegen Psychosen, Angstzustände, Aggressionen, Panik, Wutanfälle und selbstverletzendes Verhalten helfen könnte sowie den Schlaf verbessere [3, 4, 5]. Diese Symptome werden ebenfalls bei Autismus-Patienten beobachtet. Die

Studienlage

Doch egal, wie viele Parallelen man fand, bis vor kurzem fehlte uns jegliche Datengrundlage, die sich spezifisch mit den Einflüssen von CBD bei Autismus auseinandersetzt. Noch im Jahre 2015 beichtete ein Review der Harvard Medical School, dass CBD bisher noch keinen generalisierbaren Einfluss beim Menschen gezeigt hat. Die Grundlagen waren zwar vielversprechend, bestanden aber nur aus Tierversuchen [6]. Doch das änderte sich wenige Jahre später, als großangelegte Studien an Kindern vorteilhafte Effekte in Bezug auf Autismus zeigten. Die erste von ihnen ermittelte die Sicherheit, Verträglichkeit und Effizienz von medizinischem Cannabis für Kinder mit Autismus, deren Symptome bis dahin als nicht behandelbar galten [7]. 61 Prozent der 60 Kinder zeigten dabei Verbesserungen. Eine der aktuellsten Untersuchungen zeigte, dass der Wirkstoff sicher ist, gut vertragen wird und eine effektive Möglichkeit zur Behandlung der mit Autismus in Verbindung gebrachten Symptome darstellt [8]. Dabei wurde ein hochkonzentriertes CBD-Öl mit einem sehr geringen THC-Anteil verwendet, welches die Teilnehmer über 6 Monate einnahmen. Ganze 30,1 Prozent von ihnen berichteten über eine signifikante Verbesserung der Symptome, bei 53,7 Prozent war die Verbesserung moderat, bei 6,4 Prozent mild und nur 8,6 Prozent der Teilnehmer nahmen keine Verbesserungen wahr.

Fazit und Zusammenfassung

Auch wenn CBD kein Heilmittel gegen Autismus darstellt, so geben die Daten den Betroffenen doch sehr viel Hoffnung. Dabei sollte allerdings im Hinterkopf behalten werden, dass Autismus eine sehr komplexe Diagnose darstellt und die Mechanismen, mit denen CBD in die Symptomatik eingreift noch nicht genau verstanden werden. Weitere großangelegte Studien müssen durchgeführt werden, um die langfristige Effektivität zu untersuchen, doch diese stehen bereits in den Startlöchern.

Quellen: 1. Kogan, Michael D., et al. "The prevalence of parent-reported autism spectrum disorder among US children." Pediatrics 142.6 (2018): e20174161. 2. Lundström, Sebastian, et al. "Autism phenotype versus registered diagnosis in Swedish children: prevalence trends over 10 years in general population samples." bmj 350 (2015): h1961. 3. Shannon, Scott, et al. "Cannabidiol in anxiety and sleep: a large case series." The Permanente Journal 23 (2019). 4. Anderson, Christopher L., et al. "Cannabidiol for the treatment of drug-resistant epilepsy in children: current state of research." Journal of Pediatric Neurology 15.04 (2017): 143-150. 5. Spence, Sarah J., and Mark T. Schneider. "The role of epilepsy and epileptiform EEGs in autism spectrum disorders." Pediatric research 65.6 (2009): 599-606. 6. Hadland, Scott E., John R. Knight, and Sion K. Harris. "Medical marijuana: review of the science and implications for developmental behavioral pediatric practice." Journal of developmental and behavioral pediatrics: JDBP 36.2 (2015): 115. 7. Aran, Adi, Hanoch Cassuto, and Asael Lubotzky. "Cannabidiol based medical cannabis in children with autism-a retrospective feasibility study (P3. 318)." (2018): P3-318. 8. Schleider, Lihi Bar-Lev, et al. "Real life experience of medical cannabis treatment in autism: analysis of safety and efficacy." Scientific reports 9.1 (2019): 1-7