CBD und Heuschnupfen

CBD und Heuschnupfen

April 29, 2021

Die Zeit des Pollenfluges hat begonnen und für viele somit die Zeit des Heuschnupfens. Laut einer Studie des Robert Koch-Instituts liegt die Lebenszeitprävalenz für Heuschnupfen in Deutschland bei 14,8 Prozent [1]. Etwa jeder sechste bis siebte Deutsche ist demnach im Laufe seines Lebens davon betroffen. Bisher gibt es keine allgemeingültige Heilmethode für dieses Phänomen. Antihistaminika können zwar helfen, bekämpfen allerdings nur die Symptome, nicht das Problem und können darüber hinaus Nebenwirkungen entfalten. Neue Daten deuten darauf hin, dass CBD ebenfalls eine Abhilfe schaffen könnte.

Was ist Heuschnupfen überhaupt?

Bei Heuschnupfen handelt es sich um das Symptom einer allergischen Reaktion, die durch Blütenpollen zahlreicher Pflanzen verursacht wird, wenn sie in Kontakt mit den Schleimhäuten kommen, obwohl sie eigentlich harmlos für den Körper sind. Die Symptome, wie juckende Augen, laufende Nase, Ausschlag oder Asthma treten auf, weil der Körper Proteine aus den Pollen fälschlicherweise als gefährlich betrachtet und sie bekämpfen möchte.

Um die Bedrohung abzuwehren, veranlasst das Endocannabinoid-System des Körpers bestimmte Antikörper, sich an Mastzellen zu heften, um diese zur Freisetzung von Histamin anzuregen. Bei Histamin handelt es sich um einen Bestandteil des Immunsystems, welcher auch in vielen Lebensmitteln auf natürliche Weise vorkommt. Er wird freigesetzt, um beim Eindringen von gefährlichen Erregern bestimmte Symptome auszulösen. Diese Symptome sollen dafür sorgen, dass der Erreger möglichst schnell aus und von unserem Körper entfernt wird.

Wie könnte CBD bei Heuschnupfen helfen?

Aktuelle Forschungen deuten aus zwei Gründen darauf hin, dass CBD bei Heuschnupfen behilflich sein könnte. Zum einen konnte man beobachten, dass das Cannabinoid entzündungshemmende Eigenschaften hat und mit dem Endocannabinoid-System interagiert, um eine Homöostase einzustellen [2]. Zum anderen könnte CBD dabei helfen, die Histaminausschüttung zu unterdrücken.

Eine Studie aus dem Jahre 2015 schlussfolgerte, dass die CB1 Rezeptoren eine mögliche Ursache für eine Hypersensitivität des Immunsystems darstellen könnten [3]. Studien deuten darauf hin, dass CBD diesen Rezeptor auf allosterische Weise hemmen könnte [4]. Eine Untersuchung an Meerschweinchen beobachtete, dass die Einnahme von CBD bei einer allergischen Reaktion den Muskeltonus senkte, was bedeutet, dass CBD positive Eigenschaften in Bezug auf die Verengung der Atemwege haben könnte, wie es bei Heuschnupfen oft der Fall ist.

Fazit

Die Einnahme von CBD kann eine sachgerechte und ausgiebige Einschätzung von medizinischem Fachpersonal sicherlich nicht ersetzen. Allerdings könnte es einigen Betroffenen möglicherweise helfen, eine zusätzliche Symptomlinderung zu erreichen. Zukünftige Studien müssen klären, ob sich CBD dazu eignet, in Zukunft in der Medizin als nebenwirkungsfreie Therapie von Heuschnupfen eingesetzt zu werden.

Quellen: 1. Bergmann, Karl-Christian, Joachim Heinrich, and Hildegard Niemann. "Aktueller Stand zur Verbreitung von Allergien in Deutschland." Allergo Journal 25.1 (2016): 22-26. 2. Bruni, Natascia, et al. "Cannabinoid delivery systems for pain and inflammation treatment." Molecules 23.10 (2018): 2478. 3. Small-Howard, Andrea L., et al. "Anti-inflammatory potential of CB1-mediated cAMP elevation in mast cells." Biochemical Journal 388.2 (2005): 465-473. 4. Thomas, Adele, et al. "Cannabidiol displays unexpectedly high potency as an antagonist of CB1 and CB2 receptor agonists in vitro." British journal of pharmacology 150.5 (2007): 613-623