Runner’s High durch CBD?

Runner’s High durch CBD?

August 23, 2020

Kennst du dieses Gefühl? Während oder nach einer schönen langen Trainingseinheit stellt sich plötzlich eine Art Euphorie ein. Die Stimmung erhellt und auch das Gefühl von Schmerz reduziert sich spürbar. Vor allem Ausdauersportler nehmen dieses Phänomen besonders häufig wahr, weshalb es auch als das sogenannte “Runners High” bezeichnet wird. Jahrzehntelang vermuteten Forscher, dass dieser Zustand mit der vermehrten Ausschüttung von Endorphinen zusammenhängt. Neue Forschungsergebnisse deuten jedoch darauf hin, dass der Effekt im Endocannabinoid-System entsteht, dem System in dem auch CBD und THC ihre Wirkung entfalten [1].

Aber was genau sagt die Wissenschaft?

Die Forscher kamen auf diese Fährte, da man entdeckte, dass Endorphine nicht über die Blut-Hirn-Schranke transportiert werden können. Auf der anderen Seite entdeckten die Hamburger Wissenschaftler, dass Menschen nach einem langen Lauf erhöhte Gehalte des fettlöslichen Cannabinoids Anandamid im Blut aufwiesen und dies die Blut-Hirn-Schranke passieren kann. Dort kann es potenziell zu einer Stimmungsaufhellung und Schmerzreduktion beitragen. Niemand hat jedoch zuvor den Einfluss von Endocannabinoiden auf das Verhalten nach dem Sport untersucht.

Dafür nahm man zunächst Mäuse und ließ sie fünf Stunden lang laufen. Im Anschluss zeigten sie deutlich weniger Angst sowie ein reduziertes Schmerzempfinden als Tiere, die keinen Lauf absolvierten. Anschließend wiederholte man diesen Test, wobei man den Mäusen jedoch Stoffe verabreichte, die die Rezeptoren für Cannabinoide oder Endorphine im Gehirn blockieren. Während Mäuse mit den blockierten Endorphin-Rezeptoren erneut weniger Angst sowie ein reduziertes Schmerzempfinden aufwiesen, profitieren die Mäuse, die die Cannabinoid-Rezeptor-Blocker erhielten oder genetisch so modifiziert wurden, dass sie keine dieser Rezeptoren besitzen, nicht von den Effekten des “Runner's High”.

Diese Daten deuten darauf hin, dass Cannabinoide den wesentlichen Grund für das Runner’s High darstellen. Weitere Studien am Menschen müssen diese Thesen nun überprüfen, um festzustellen, ob bei uns Menschen die gleichen Mechanismen dafür verantwortlich sind.

Wie CBD das Runner's High beeinflussen könnte

Bei CBD, ausgeschrieben Cannabidiol, handelt es sich ebenfalls um ein Cannabinoid, aus der Hanfpflanze, welches an den gleichen Rezeptoren wirkt wie Endocannabinoide. Zwar gibt es bisher keine veröffentlichten klinischen Versuche über den Effekt der Einnahme von CBD auf das Runner's High, doch deuten einige Erfahrungsberichte im Internet und auch unserer eigenen Kunden darauf hin.

Fazit

Demnach wird dieser Zustand durch die Einnahme von CBD als Tropfen, Spray oder Blüten vor dem Laufen subjektiv betrachtet deutlich schneller erreicht, ist intensiver und hält auch länger an als ein Runner’s High ohne die Unterstützung von CBD. Grund dafür könnte sein, dass zum einen früher eine signifikante Konzentration von Cannabinoiden im Blut zur Verfügung steht und damit die Blut-Hirn-Schranke überqueren kann. Andererseits könnten weitere Mechanismen dafür verantwortlich sein, dass Sport die Sensitivität der Cannabinoid-Rezeptoren im Gehirn steigert und so das CBD bereits vor der Ausschüttung körpereigener Cannabinoide auf die Reduktion von Angst, die Steigerung der Laune und die Reduktion des Schmerzempfindens wirkt. Wir sind uns sicher, dass zukünftige Studien einen Aufschluss darüber geben werden.

Quellen

1. Fuss, Johannes, et al. "A runner’s high depends on cannabinoid receptors in mice." Proceedings of the National Academy of Sciences 112.42 (2015): 13105-13108.